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Ambigramma

Montegrappa

Arte Füllfederhalter, Gustav Klimt

Arte

150.000 €

Federbreite

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Spezifikationen
Materialien: Harz
Kleinteile: 18K Gelbgold
Feder: 18K Gold
Nachfüllsystem: Kolben
Verpackung: Premium
Included: Ink Bottle (50ml)
Länge: 155 mm
Durchmesser: 18,00 mm
Gewicht (gr): 68,00 gr

Leichte Farbabweichungen sind eine natürliche Folge des handwerklichen Herstellungsprozesses und unterstreichen die Authentizität und Exklusivität jedes einzelnen Stücks. Hellere Farben können eine leichte Transparenz aufweisen.

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Deschreibung

Vom Auto bis zur Schneiderei, von der Unikatuhr bis zur maßgefertigten Hi-Fi-Anlage - die Nachfrage nach "maßgeschneiderten" Produkten erreicht wieder das Niveau des Booms der 1920er und 1930er Jahre. Es war die Zeit der extravagantesten Autos, die je über die Boulevards von Nizza, Beverly Hills, Paris oder Berlin fuhren, und es war auch die Zeit der kunstvoll gefertigten Schreibgeräte.

Diese Zeiten sind wieder da und Montegrappa begrüßt sie mit Arte, unserem neuen Programm für maßgeschneiderte Schreibgeräte.

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Jede Arte-Kreation ist eine eigene Welt.

Arte ist eine Serie einzigartiger Meisterwerke, die Montegrappa den großen Gestalten der Kunstgeschichte widmet. Jeder Füllhalter entsteht aus einer tiefgehenden ikonografischen Studie, die sich zu einem Werk höchster Handwerkskunst entwickelt – keine bloße Reproduktion, sondern ein wahrer Akt der Schöpfung.

Aus dem Herzen von Montegrappas Atelier entfaltet sich eine einzigartige künstlerische Vision, während Meisterhandwerker die Poetik jedes ausgewählten Themas auf die kostbare Oberfläche von Montegrappas exklusivster Silhouette übertragen. Das Ergebnis ist ein völliges Eintauchen in das visuelle Repertoire der größten Künstler der Welt.

Klimt

Der Kunst ihre Freiheit

Gustav Klimt ist der Name, der mehr als jeder andere den Geist der Wiener Secession verkörpert. Als Schlüsselfigur des Jugendstils gelang es ihm, Sinnlichkeit und Eleganz in einer beispiellosen Bildsprache zu vereinen, in der die weibliche Form zum Symbol, Rätsel und Ornament wird. Seine Kunst ist eine Feier von Form und Verlangen, aufgebaut auf strenger, harmonischer Gestaltung und bereichert durch einen dekorativen Impuls, der ins Gotische übergeht. Gold, Linie und Farbe verweben sich zu einem visuellen Universum von Transparenz und Flächigkeit, das dennoch emotionale und plastische Tiefe hervorruft – besonders in seinen Porträts. Klimt malte nicht nur: er meißelte. Jedes seiner Werke ist ein Tanz aus Mustern, Symbolen und chromatischen Zärtlichkeiten.

Judith I, 1901

Judith II, 1909

The kiss, 1907–1908

Poppy Field, 1907 / The Tree of life 1905–1909

Judith I und Judith II (Salome) sind die Meisterwerke, die den Schaft des Füllfederhalters zieren. Judith I, 1901 gemalt, zeigt die junge hebräische Witwe, die durch List den assyrischen General Holofernes verführte und tötete. Prachtvoll geschmückt und in perfekter Frontalperspektive, von unten gesehen, steht die Heldin regungslos, die Augen halb geschlossen, die Lippen leicht geöffnet – gefangen zwischen Ekstase und Trotz. Ihr rechter Arm, elegant gebeugt, hält den abgetrennten Kopf ihres Feindes empor.

Doch in Klimts Bildsprache wird das biblische Thema zum bloßen Vorwand. Die heilige Erzählung weicht einem neuen Fokus: dem halbnackten Körper, dem verführerischen Blick, der hypnotischen Macht der Frauengestalt. In Judith I ist sie die Femme fatale – verführerisch, beherrschend, erhöht in ihrer unerreichbaren Schönheit. In Judith II legt der Körper jede moralische Zweideutigkeit ab und bekennt sich offen zur Leidenschaft, selbst wenn er die Schwelle des Todes überschreitet. Klimt verwandelt die biblische Heldin in eine moderne Salome: nicht mehr Werkzeug der Erlösung, sondern Ikone von Begehren und Verderben.

Auf Arte: Klimt experimentierte Alessandra Malesan erstmals mit Goldpulver- und Blattgoldmalerei – eine kostbare Hommage an den großen Meister der Wiener Secession. Am spektakulärsten ist die Reproduktion auf der Kappe: Der Kuss (1907–1908), vielleicht das berühmteste Werk Gustav Klimts. Auf einem blumengeschmückten Felsvorsprung, scheinbar schwebend über einem goldenen Abgrund, verschmelzen zwei Liebende in einer Umarmung völliger Hingabe, umgeben von einer Aureole aus goldenen Spiralen, durchzogen von blauen, gelben und violetten Blüten.
Alles kulminiert in der Geste der Vereinigung: die floralen Muster in ihrem Haar rufen einen edengleichen, ursprünglichen Zustand hervor, in dem nichts existiert außer der schöpferischen Kraft von Liebe und Verlangen.
Eine goldene Ekstase — für die Ewigkeit auf der kostbaren Oberfläche der Kappe festgehalten.

Die Umarmung, ein Detail aus Der Lebensbaum — dem monumentalen Mosaikfries, der zwischen 1905 und 1909 für den Stoclet-Palast in Brüssel geschaffen wurde — umschließt den Griffbereich des Füllfederhalters und bildet eine kreisförmige Verbindung mit der Leidenschaft, die auf der Kappe dargestellt ist.
Auf dem Endstück erzählt die blühende Landschaft aus Mohnfeld (1907) durch leuchtende Farben und schimmerndes Licht vom Glanz der Liebe… und von ihrer flüchtigen, schmerzlichen Schönheit.

Da Ponte

Zwischen Himmel und Erde

Ein unbestrittener Meister des italienischen Cinquecento, Jacopo da Ponte – besser bekannt als Jacopo Bassano – gehörte zu den feinsten und originellsten Malern der venezianischen Schule. Aus dem Nachglanz Giorgiones hervorgegangen, zeigte er früh ein Genie für Assimilation und Verwandlung und verwandelte jede Begegnung in eine Bildsprache von außergewöhnlichem Reichtum und überraschender Modernität. Genährt von rastloser kultureller Neugier, ist seine Kunst geprägt von Ausdrucksfreiheit und einer visionären Weitsicht, die Themen und Empfindungen vorwegnimmt, die erst Jahrhunderte später voll zum Ausdruck kommen sollten. Geboren und aufgewachsen in Bassano del Grappa – der malerischen Stadt, die seit 1912 auch die historische Manufaktur von Montegrappa beherbergt – war Jacopo einer der ersten, der die ländliche Szene adelte, indem er in seine heiligen Darstellungen die Intimität des häuslichen Lebens und den greifbaren Rhythmus des Landlebens einwob. Anders als die großen Protagonisten des venezianischen Glanzes richtete sich sein Blick nicht nur himmelwärts, sondern auch erdwärts: auf Hirten, Tiere und die bescheidenen Werkzeuge der Landwirtschaft. In seinen Händen wurden sie zu zentralen Figuren einer visuellen Erzählung aus Licht, Substanz und einem zugleich tiefen und zeitlosen Naturalismus.

Fuga in Egitto, 1534

Madonna con il Bambino tra i Santi Matteo, Francesco, Lucia il podestà Matteo Soranzo, la figlia Lucia e il fratello Francesco, 1536

Autoritratto, 1590 ca.

San Valentino battezza Santa Lucilla, 1575

Für die Kappe von Arte: Da Ponte haben die Meisterhandwerker unseres Ateliers ihr Können Flucht nach Ägypten anvertraut – einem der ergreifendsten und poetischsten Frühwerke des Bassano-Meisters. Eine Szene voller heiliger Alltäglichkeit, in der das Göttliche sich nahtlos mit dem Realen verbindet.
Jacopo da Pontes naturalistisches Anliegen zeigt sich im stillen Detail der reisenden Figuren und in der sanft geschwungenen Bassano-Landschaft hinter ihnen: eine Szenerie voller Licht, schwebend zwischen Nacht und den ersten Strahlen der Morgendämmerung.

Die Miniaturmalerin Alessandra Malesan interpretiert die warme, erdige Farbpalette des Originals mit meisterhafter Hand und fängt seine atmosphärische Weichheit und kompositorische Komplexität ein. Jedes Detail — das nachdenkliche Gesicht der Madonna ebenso wie die stille Haltung des heiligen Josef — trägt zu einer Erzählung bei, die sowohl intim als auch greifbar ist: ein vollkommenes Gleichgewicht zwischen Spiritualität und gelebter Erfahrung.

Im Vordergrund tragen die mit analytischer Präzision gemalten Blumen eine vielschichtige Symbolik: die Nieswurz auf der rechten Seite verweist auf die geistige Wiedergeburt, während Akelei und Gänseblümchen die Unschuld der Jungfrau und des Kindes evozieren. Eine ikonografische Entscheidung, die Jacopo da Pontes zutiefst humanistische Vision feiert – seine einzigartige Fähigkeit, die Demut des Alltags durch Kunst zu adeln.

Auf dem Schaft von Arte: Da Ponte dominiert das Selbstbildnis des Künstlers – ein intensives, kontemplatives Werk, in dem sich der Meister mit außergewöhnlicher Offenheit zeigt. Sein von einem weißen Bart umrahmtes Gesicht und sein ruhiger, durchdringender Blick präsentieren das Bild eines Malers in voller Reife, sich seines Weges und der revolutionären Tragweite seiner Vision vollkommen bewusst.
Dieser Blick, gelassen und zugleich wachsam, spricht von dem Menschen hinter der Kunst: dem Bürger von Bassano, der die Wirklichkeit mit Menschlichkeit und Strenge betrachtete. Auf dem Füllfederhalter steht sein Antlitz als Symbol der Übereinstimmung zwischen Kunst und Leben, Handwerk und Denken — eine stille Einladung zu Tiefe, Integrität und Schönheit.

Das für den Griffbereich gewählte Detail stammt aus der Madonna mit dem Kind und den Heiligen Matthäus, Franziskus, Lucia, dem Podestà Matteo Soranzo, seiner Tochter Lucia und seinem Bruder Francesco (1536), heute im Museo Civico von Bassano del Grappa.
Hier ist die junge Lucia Soranzo, Tochter des Auftraggebers, dargestellt, wie sie ein Windhundwelpen zärtlich auf ihren Knien streichelt – eine intime, entwaffnende Geste, die die heilige Atmosphäre der Szene mit der Zärtlichkeit des Alltags durchdringt.
Ihr Kleid mit vertikalen Streifen – eines der elegantesten und charakteristischsten Gewänder der Malerei des 16. Jahrhunderts – ist mit akribischer Präzision wiedergegeben und verleiht der Figur Tiefe und Detailreichtum. Es ist ein Fragment, das Jacopo da Pontes Vision destilliert: das Gewöhnliche zu heiligen und das Göttliche zutiefst menschlich zu machen.

Boldini

La Belle Époque

Niemand hat den Geist der Belle Époque mit größerem Stil eingefangen als Giovanni Boldini. Als unangefochtener Meister des weiblichen Porträts destillierte der italienische Maler – durch leuchtende, vibrierende Pinselstriche – das Wesen einer Epoche, die von Luxus, Gesellschaft und dem Kult der Schönheit geprägt war. Sein Genie bestand darin, den unwiederholbaren Augenblick zu erfassen: jenen flüchtigen Moment, in dem ein Blick den innersten Seelenzustand verrät oder eine Geste unaussprechliche Emotionen vermittelt. Der Einfluss des Impressionismus zeigt sich im schnellen, energiegeladenen Rhythmus seines Pinsels und in der Strahlkraft seiner Palette. Doch Boldini gab die Strenge des Realismus nie auf; er verband dessen Solidität mit der Freiheit des Impressionismus, um eine ganz eigene Bildsprache zu schaffen – eine Sprache, in der Eleganz und Magnetismus verschmelzen und seine Modelle in ihrer vollen, unwiderstehlichen Anziehungskraft erscheinen.

La Dame de Biarritz, 1912

La danzatrice spagnola, 1900

Provocazione, 1855

La signora in rosa, 1916

Für die Kappe von Arte: Boldini wählten die Meisterhandwerker unseres Ateliers Provocazione (1885): ein von Sinnlichkeit durchdrungenes Gemälde, in dem die Anmut einer einfachen Geste – das Anheben des Haares – die Spannung und den schwebenden Zauber eines flüchtigen Augenblicks destilliert, für immer bewahrt durch Boldinis Genie.

Auf dem Schaft von Arte: Boldini strahlt La Dame de Biarritz (1912) eine Aura rätselhafter Eleganz aus, gehüllt in ein Kleid aus tiefem Rosé mit Zyklam-Tönen. Seine irisierenden Farben changieren von Magenta zu Fuchsia und lösen sich in hellere Nuancen von Zuckerrosa auf, während die Schatten sich zu einer violetten Tiefe verdichten.
Durch Boldinis leuchtende, vibrierende Pinselstriche scheint der Stoff zu leben, als wäre er von einem inneren Licht erfüllt. Der magnetische Blick von Mademoiselle de Gillespie verkörpert eine neue, moderne Weiblichkeit – selbstbewusst, verführerisch und unwiderstehlich anziehend.

Der Griffbereich und das Endstück, nachgebildet durch die präzisen, juwelenhaften Pinselstriche von Alessandra Malesan, spiegeln die chromatischen Schwingungen von La Dame de Biarritz wider. Hier werden zyklamfarbene Stoffe mit ihren strahlenden Lichtern in kostbaren Schmuck verwandelt, der den Füllfederhalter in einen nahtlosen Fluss seltener Raffinesse hüllt.
Jeder von Hand aufgetragene Strich verstärkt und veredelt die gemalten Motive, indem er eine chromatische Harmonie webt, die jedes Element zu einem einzigartigen Meisterwerk vereint — signiert Montegrappa.

Country: US